Schwangerenvorsorge:

Laut geltender Mutterschaftsrichtlinien können Hebammen alle Vorsorgeuntersuchungen – mit Ausnahme von Ultraschalluntersuchungen – durchführen. So kann jede Frau ihre Schwangerschaft direkt bei einer Hebamme feststellen bzw bestätigen lassen und von ihr auch den Mutterpass erhalten.

Die Hebamme begleitet die Schwangere dann kontinuierlich während der Schwangerschaft, misst Blutdruck, untersucht den Urin, bestimmt den vaginalen pH-Wert, führt Laboruntersuchungen und bei Bedarf vaginale Untersuchungen durch und kontrolliert die kindlichen Herztöne. Durch behutsames Ertasten mit den Händen lassen sich sowohl die Lage, Größe und das Gedeihen des Kindes, als auch die Fruchtwassermenge beurteilen. Mehr noch, auch das Temperament und besondere Eigenheiten des Kindes zeigen sich über den direkten Kontakt durch die Bauchdecke.

Alle Ergebnisse dokumentiert die Hebamme im Mutterpass, so dass die Zusammenarbeit mit dem Frauenarzt / der Frauenärztin Hand in Hand gehen kann. Bis zur 30. Schwangerschaftswoche finden die Vorsorgeuntersuchungen vierwöchentlich statt, danach im Abstand von zwei Wochen und ab dem errechneten Termin in engmaschigen Abständen.